Allgemein/Piraten

Im Süden nichts Neues…


Hurra!

Ich bin nach knapp 8 Stunden Holodecktreffen, das im Übrigen sehr interessant und informativ war (kein Scheiss!) wieder zuhause. Mein stellvertretender Vorsitzender hat sich soeben noch einen Sixpack Bier gekauft. Naja. Und ich mir auch. Naja, okay, ich einen halben Kasten. Und auf den erfreulichen Tag werden wir uns heute noch ein wenig begießen.
Das war völlig uninformativ. Aber das ist MEIN Blog. Ha Ha.

Zum Wesentlichen.

Wie angekündigt wurde auf dem Holodecktreffen, neben vielen auch inhaltlich recht interessanten Dingen und etlichen Verknüpfungen zu anderen Piraten, auch über die Holodeckmailingliste gesprochen.
Es wurde sogar eher „gezankt“ als „gesprochen“. Es wurde aber nicht gestritten. Beteiligt: Die üblichen Verdächtigen. (Den letzten Satz bitte mit cooler Horatio Caine Stimme aussprechen oder diesen Link anklicken:
http://trimr.de/19bd )

Natürlich ist das Thema sehr emotional, verständlich. Eigentlich geht es dabei ja um die Transparenzpartei! Um die Glaspartei! Um eine Partei, die SO transparent ist, dass sie eigentlich gar keiner sehen kann!

Aber srsly:
Wer wirklich glaubt, dass absolut JEDE Entscheidung auf einer öffentlichen Liste fällt, darf sich aussuchen, ob man ihn als naiv, blöd oder beides bezeichnet.
Natürlich gibt es Themen, gerade in einem Wahlkampf, die die Opposition nicht mit ärgster Wichtigkeit auf ihre eigene Mailingliste zur Diskussion stellen sollte.
Dabei ist aber selbstverständlich wichtig, dass das keine sachpolitischen Themen sind. Eine Diskussion über die Einführung einer Mindestquote transsexueller Eichhörnchen im Bundesvorstand MUSS auf die normalen Mailinglisten, keine Frage. Hier dürften also tatsächlich auch nur die Themen besprochen werden, die ausschließlich Vorstandsarbeit sind.

Und dann gibt es auch noch Themen, wie zum Beispiel personelle Angelegenheiten, die auf einer öffentlichen Liste, auch juristisch, gar nicht zur Diskussion stehen dürfen.

Sich also mit dem Argument:
„Aber ihr seid die unsichtbare Partei!“ in die Affäre zu stehlen, ist nicht nur unrealistisch, sondern auch unreflektiert.

Die eine Seite ist also für die Beibehaltung der bisherigen Vorgehensweise: Die Holodeckliste bleibt zu, auch Leserechte gibt es nicht.
Da hat sogar der ein oder andere Landesvorsitzende Recht wenn er sagt: „Wir wurden gewählt, um zu Arbeiten. Dazu gehört auch, dass wir Mittel implementieren, die uns die Arbeit ermöglichen!“
Man wirbt also für ein wenig Vertrauen. Die Vergangenheit lehrt uns jedoch, dass Vertrauen in der Politik meist gehörige Scheisse ist.
Disqualifizieren sollte man diese Ansicht dennoch nicht. Da ist schon viel Wahres dran. Aber das Argument „Vertrauen“ kann jeder „Basispirat“ (mein Unwort des Jahres) mit ebendiesem Kontraargument binnen Sekunden wie einen schweizer Wurstsalat mit Käse in der Luft zerreissen.

Die andere Seite tut sich indes leicht, wenn sie fordert, die Holodeckliste für jeden Piraten (man einigt sich immerhin schon darauf, dass nur Piraten die Liste lesen dürften!) lesbar zu machen.
Wie im Blogeintrag von gestern, fielen eben die Argumente, die ich mir dazu dazu auch schon gesucht habe. Die Intransparenz wird dann eben einfach auf andere Kanäle ausgelagert. Dann schafft man sich eben eigene Mailverteiler für die Vorstände, diskutiert Dinge nicht mehr in der Mailingliste, sonder direkt per E-Mail. Da kann man sich sogar noch aussuchen, welchen Vorstand man dabei involvieren will und welchen nicht. Schließlich kann man nicht jeden riechen.
So würde man also ein Instrument kaputt machen, das eigentlich „nur Gutes im Sinn“ hat. Schade wär’s drum.

Ich komme also, selbst nach dem Holotreffen, zu keinem Ergebnis, auch wenn ich mich in der Abstimmung für die Öffnung der Listen ausgesprochen habe. (Eierloser Basiskuschler!11!!)

Was mich allerdings wirklich und auch ausschließlich geärgert hat, war, dass der meiner Meinung nach beste Vorschlag, um diesem Thema einen „Intransparenzcharakter mit transparentem Antlitz“ zu verleihen, offenbar gar nicht ernst genommen wurde. Der Vorschlag, dass sich eben jeder Vorstand bewusst machen müssen, welches Instrument er da benutzt und wie sensibel das Thema ist, wird so viel Effekt haben, wie ein Delphinauffangbecken in der Sahara.
Die Erfahrung zeigt ja offenbar, dass man sich eben nicht damit auseinandersetzt, ob ein Thema auf die Hololisten gehört, oder nicht. Weil man sich die Frage gar nicht stellt. „Gehört dieses Thema auf die Hololiste.“
Die Frage ist so banal. Man stellt sie sich, im Eifer des Gefechts einfach nicht. Nicht mal aus böser Absicht. Sondern aus Routine. Und resultierend daraus, dass man die Wichtigkeit selbst gar nicht richtig erfasst.

Nein, der beste Vorschlag war, dass sich jeder dazu verpflichtet, nach der Nachricht, die er geschrieben hat, eine Begründung dafür mitzuschicken, warum dieses Thema nun auf der Hololiste, und nicht auf einer der öffentlichen zur Diskussion steht. Ich hatte den Eindruck, dass man das zwar toll findet, aber nicht wirklich ernst genommen hat. Schade!

Ich glaube, das wäre ein Kompromiss gewesen.
Ich für meinen Teil werde jedenfalls mit Akribie versuchen, diesen Vorschlag umzusetzen.

Heute war ein schöner Tag.

LG
Pinny (Prost)

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2 Kommentare zu “Im Süden nichts Neues…

  1. So sehe ich das auch! Vielleicht sollte man einfach bei jedem Thread dessen Notwendigkeit auf der Holodeckliste nicht begründet oder offensichtlich ist nachfragen, vielleicht kann man Dadurch ein Bewusstsein schaffen. Glauben tue ich das aber eigentlich nicht.

    PS: Bier gut! :>

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